Neue Bildungsreferentin für Berufsorietierung

Seit Mitte April ist Elisabeth Maier als neue Bildungsreferentin für Berufsorientierung an der Jugendbildungstätte Burg Schwaneck tätig. Im Interview erzählt sie uns mehr über sich und ihren Tätigkeitsbereich. 

Elisabeth-blog

Hi Elisabeth, wie ist der erster Eindruck von deiner Stelle und vor allem wie gefällt es dir hier bei uns in Pullach?

Ich wurde sehr herzlich von den Kolleg_innen hier auf der Burg willkommen geheißen und bin dann direkt in den Endspurt der Berufsorientierungscamps 2016/2017 eingestiegen. Seitdem freu ich mich sehr über die Möglichkeit, hier an so einem grünen und lebendigen Ort mit diesem besonderen Flair arbeiten zu dürfen.

Berufsorientierungscamps? – Was kann man sich denn darunter vorstellen?

Berufsorientierungscamps veranstalten wir im Auftrag der Agentur für Arbeit und dem bayerischen Kultusministerium für die 7.und 8. Jahrgangsstufe der Mittelschulen. Eine Klasse verbringt bei diesen Camps fünf Tage außerhalb der Schule in einem Seminarhaus.  Hier geht es vor allem darum, dass sich die einzelnen Schüler ihren tatsächlichen Interessen nähern, sich durch praktische Methoden in unterschiedlichen Berufsfeldern ausprobieren können und lernen, worauf beim Bewerbungsverfahren zu achten ist. Das ist eine sehr intensive Woche. Die Entwicklung, die die Schülerinnen Schüler vom ersten zögerlichen Ankommen am Montag, bis zum Höhepunkt, dem Probe-Bewerbungsgespräch, durchlaufen, ist beeindruckend.

Ist die Organisation dieser Berufsorientierungscamps deine einzige Aufgabe?

Das Organisieren und Durchführen der Camps stellt auf alle Fälle meine Hauptaufgabe dar. Daneben ist es mein Ziel, mich im Feld der Berufsorientierung noch mehr mit anderen Akteuren, lokalen Unternehmen und Schulen zu vernetzen, um Jugendlichen ein stimmiges und breites Angebot in der beruflichen Orientierung bieten zu können.

Wie sah es denn mit deiner Berufsorientierung aus? Wusstest du schon immer, dass du Bildungsreferentin werden wolltest?

Nein, ganz im Gegenteil. Ehrlich gesagt wusste ich sogar bis nach dem Studium nicht ganz genau was ich wollte. Nach der Mittleren Reife hatte ich keine Ahnung, wo ich die Ausbildung machen sollte; also entschied ich mich für die Fachoberschule. Nach der FOS wusste nicht, was ich studieren sollte; also ging ich für ein Jahr ins Ausland. Ich  möchte diese Jahre nicht missen. Aber nicht wirklich zu wissen, was mich interessiert und begeistert, war auch etwas unbefriedigend.  Deswegen find ich es jetzt so wichtig, dass den Schüler_innen die Vielzahl der Möglichkeiten einer ersten Berufswahl aufgezeigt werden und ihnen geholfen wird, ihre Interessen zu reflektieren.

Wieso hast du dich denn dann entschieden, im Bereich der Jugendbildung zu arbeiten?

Ich glaub das kommt vor allem daher, dass ich mich seit ich 16 bin in der verbandlichen Jugendarbeit engagiere. Mein Heimatverband ist die KLJB (Die Katholische Landjugend Bewegung). In der war ich unter anderem lange Jahre Kreisvorsitzende in meinem Heimatlandkreis Traunstein. Neben der politischen Vertretungsarbeit für den Verband probierte ich mich vor allem in der Bildungsarbeit aus. Ich leitete Gruppenleitergrundkurse und Kursleiterkurse oder organisierte thematische Zeltlager mit bis zu 400 Teilnehmenden.  So wurde mein Feuer für die Arbeit im Jugendbildungsbereich entfacht.

Danke für die Einblicke in deinen Werdegang und deinen Arbeitsbereich.  Was möchtest du den Leser_innen zum Abschluss noch mitgeben?

Ich möchte sie aufmuntern, sich immer mal wieder Zeit für sich zu nehmen und sich ernsthaft diese Fragen zu stellen:
Was begeistert mich wirklich? — Was würde ich machen wenn Geldverdienen kein Ziel wäre? Womit würde ich dann meine Zeit verbringen?  — Wonach sehne ich  mich in meinem Innersten?

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