Junge Geflüchtete nehmen Abschied von der Burg – Interkulturelle Werkstatt geht weiter

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Köstlichkeiten aus vielen Ländern

Seit rund einem Monat ist die Zeit der Burg Schwaneck als Notunterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Geschichte – alle Jugendlichen haben haben Pullach mittlerweile verlassen. Zum Abschied kamen bei einem gemeinsamen Fest im Rittersaal Ende März noch einmal die jugendlichen Geflüchteten und die vielen ehren- und hauptamtlichen Helfer_innen zusammen. Nach einer kurzen Begrüßung lauschten die rund 120  Personen dem Auftritt eines Geschichtenerzählers, der sich mit einem Augenzwinkern der deutschen Sprache – auch mit ihren Tücken – näherte. Danach wurde gemeinsam gegessen: es gab Granatapfel-Linsensalat, Hummus oder Taboule und viele weitere Gerichte aus den Heimatländern der geflüchteten Jugendlichen.

 

Geschichtenerzähler

Beim Auftritt der Geschichtenerzähler lauschten alle gespannt

Schließlich ließen alle bei einem Film über die Zeit auf der Burg noch einmal die letzten 18 Monate Revue passieren. Für die Jugendlichen war es eine Zeit voller neuer Eindrücke, Erfahrungen, Begegnungen, geprägt von Zusammenleben auf engem Raum, von intensivem Lernen, von großen und kleinen Ängsten, Sorgen und Problemen, von unerwarteten Freuden und Hilfestellungen, über allem aber schwebend die Frage nach dem Ausgang des Asylverfahrens und die damit verbundene Unsicherheit. Im Herbst 2016 begann dann die Verlegung der Jugendlichen. Zwar konnte in Pullach keine Anschlussunterbringung realisiert werden, wir freuen uns deswegen umso mehr, dass viele Ehrenamtliche den Kontakt zu „ihren“ Jugendlichen aufrechterhalten und dafür jetzt sogar weite Strecken in Kauf nehmen.

 

Der Abend kann auch als vorläufiger Höhepunkt der interkulturellen Werkstatt betrachtet werden. Ein frisch gedrucktes Kochkartenset, das in diesem Rahmen entstand und als Dankeschön verschenkt wurde, soll allen Jugendlichen Lust machen, weiterhin ins Naturerlebniszentrum zu kommen: zum Kochen, Gärtnern und kreativem Arbeiten an einem Beitrag zur Ausstellung.

 

Bevor  nach einer kurzen Umbau- und Renovierungsphase wird auf der Burg am 1. Juli 2017 der reguläre Betrieb als Jugendherberge und Bildungsstätte wieder aufgenommen wird, möchten wir vom Bildungszentrum Burg Schwaneck noch einmal Danke sagen: Allen Menschen, die den Jugendlichen freundlich begegnet sind, allen Helferinnen und Helfern auf der Burg, die beim Lernen und der Freizeitpädagogik unterstützt haben,und allen Firmen, die Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt haben!

Die besondere und lehrreiche Zeit mit den jugendlichen Geflüchteten ist ein besonderes Kapitel in der Geschichte der Burg und wird allen Beteiligten immer in Erinnerung bleiben!

Übrigens: junge Menschen ab 15 Jahren, die sich für die Interkulturelle Werkstatt interessieren, sind herzlich willkommen sich im Naturerlebniszentrum zu melden. Einfach eine E-Mail schicken an Birgit Meyer (b.meyer@kjr-ml.de), um die Termine zu erfahren!

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