Der Juleica-Krimi auf der Burg Schwaneck

201112_Juleica„Das war was! Eine Jugendleiter*innen-Ausbildung während des Lockdown Light… Wir haben bis zum Schluss gehofft, dass wir sie nicht absagen müssen und sie irgendwann nur noch unseren ‚Juleica-Krimi‘ genannt. Bei unseren beiden Teamer*innen Claudia Schwarz und Thomas Kohlenbeck kann ich mich nicht genug bedanken. Die Drähte liefen heiß. Zwischen Neuregelungen und Pressekonferenz gab es am Abend vorher noch eine Kurzschaltung, ob der Krimi zu einem guten Ende findet. Und so waren wir überglücklich, dass am Montag, den 2. November alle Jugendlichen und Teamer*innen unter den entsprechenden Hygieneregelungen anreisen durften“, erinnert sich Bildungsreferentin Marina Ginal.

Dbas große Anliegen des Teams vom Bildungszentrum Burg Schwaneck ist es, Jugendarbeit (wieder) zu ermöglichen und alles daran zu setzen, dass ein Zusammenkommen der ehrenamtlich Engagierten Jugendlichen möglich sein kann. Mit einem entsprechenden Hygienekonzept, vorherigen Testungen, den großen Räumen und viel Zeit im Freien, war die Jugendleiter-Schulung in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Und das vor allem auch, weil Orte, Räume und Möglichkeiten für Treffen außerhalb der Schule derzeit Raritätscharakter haben.

Was ist die Jugendleiter*innen-Ausbildung? „Sie macht fit für den pädagogischen Alltag in Freizeitstätten, Verbänden und für die Leitung von Ferienfahrten. Hier wird das nötige Handwerkszeug für die Tätigkeit als Jugendleiter*in, wie u.a. Rechtskenntnisse sowie Methoden und Spiele, vermittelt. Herzstück der Schulung ist ein selbstgewähltes Projekt“, beantwortet die Bildungsreferentin.

Während der Projektzeit leiten sich die Teilnehmer*innen gegenseitig und lernen dadurch und durch die anschließende Reflexion und Verknüpfung mit dem theoretischen Handwerkszeug, eigenverantwortlich und kompetent Gruppen leiten zu können. Marina Ginal: „Diese Erfahrung steigert die Eigenverantwortlichkeit und die Selbstwirksamkeitserwartung. Unser Projekt-Ansatz ging auch dieses Jahr wieder auf.“ Zitat einer Teilnehmerin: „Cool, ich hab so viel gelernt und es war ganz anders als klassisches Lernen in und für die Schule, ich fühl mich jetzt echt sicher und gut vorbereitet für das Leiten von Gruppen“.

Dmas Thema des diesjährigen Projektes war „Jugendarbeit in Zeiten wie diesen“. Die Teilnehmer*innen haben analysiert und reflektiert, welche Unterschiede es vor und seit Corona in ihren Einrichtungen gibt und wie sie diese erleben. Sie haben verschiedene Spiele und Aktionen Corona-tauglich modifiziert und mit viel Freude ausprobiert. „Eine dieser Aktionen ist auf den Bildern zu sehen, hier war die Aufgabe, einen möglichst hohen, stabilen und gutaussehenden Turm aus Naturmaterialien zu bauen“, erklärt Marina Ginal.

Die gemeinsame Zeit wurde als großes und absolut nicht selbstverständliches Highlight geschätzt. Beim gemeinsamen Lagerfeuer (natürlich Corona-konform mit Abstand) wurde auch Musik gehört. Die Textzeile „Isolation – is not good for me“ aus dem Lied Lemon Tree von Fools Garden hat sehr große Resonanz geweckt. „Ja, genau, Isolation ist nicht gut für uns“ sagte eine Teilnehmerin im Schein des Feuers und alle stimmten zu.

Corona wird uns wohl noch eine Weile bleiben und es ist unser aller Herausforderung uns und andere trotz allem nicht zu isolieren, sondern uns emotional nahe zu bleiben, während wir physisch den notwendigen Abstand wahren. Auch 2021 werden alle Fort- und Weiterbildungen mit den gebotenen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen durchgeführt – das Programm ist bereits jetzt online.

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